
Donnerstag, 23. Februar 2012
Das „geistige Eigentum“ ad-ACTA

Dienstag, 21. Februar 2012
Heute Treffen der Ohu Urheberrecht
Montag, 30. Januar 2012
Igel, Füchse und die 5. Initiative
von Matthias C. Kettemann, thematischer Lead für die 5. Initiative (Google+, Mail).
Berlin ist nicht nur der Standort des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory. Berlin – nämlich Isaiah Berlin – war auch ein wichtiger Denker, der unser Verständnis von Freiheit, Liberalismus und Wertepluralismus geprägt hat.
Für ihn ließen sich – zurückgehend auf eine griechische Quelle – alle großen Theoretiker in Igel und Füchse einteilen: „Der Fuchs weiß viele verschiedene Sachen, der Igel aber nur eine große.“ Igel tendieren dazu, die Welt durch das Prisma einer Überzeugung oder eines Problems zu sehen, während Füchse stets für Vielfalt eintreten. Ein bekannter „Igel“ ist etwa der amerikanische Rechtsphilosoph Ronald Dworkin, der sein jüngst erschienenes Werk, das die Fäden seiner bisherigen Arbeit verknüpft, mit „Justice for Hedgehogs“ dem stacheligeren der zwei widmete.
Die Expertinnen und Experten der 5. Initiative zu Menschenrechten und Internet stehen vor einer ähnlichen Frage: Sollen sie Igel sein, also davon ausgehen und dafür argumentieren, dass Menschenrechte jenes Prisma sein müssen, durch das die Zukunft des Internets analysiert, begriffen und geformt werden soll? Oder ist der Ansatz eines Fuchses im Sinne von Isaiah Berlin sinnvoller? Demzufolge wären Menschenrechte (neben etwa Wirtschaft und Sicherheit) nur eines jener Paradigmen, die den Argumentationsraum definieren für die Verhandlung von rechtlichen, politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Fragen der Informationsgesellschaft.
Manches spricht dafür, dass der diversitätsorientierte Ansatz der Füchse Sinn macht: Eine der Kerntugenden und -charakteristika des Internets ist seine Vielfalt.
Entscheidend ist aber etwas anderes: Keine Form der Regulierung existiert zum Selbstzweck.
Jede Norm (sei sie rechtlich oder außerrechtlich) lässt sich zurückführen auf höherrangige Normen, die wiederum in letzter Instanz nur ein Ziel haben können, wenn sie legitim sein sollen: den Schutz des Menschen und seiner Menschenrechte.
Was dies für das Internet bedeutet, wird die 5. Initiative zeigen.
Dienstag, 24. Januar 2012
Menschenrechte und Internet - Das Co:llaboratory startet in die 5. Initiative
Am 16. Januar versammelten sich 30 Experten für das erste Treffen der 5. Initiative "Menschenrechte und Internet" in den Räumen der Heinrich Böll Stiftung in Berlin. Durch Vorstellungs-Pecha-Kuchas lernten sich die Menschenrechts-Aktivisten, IT-Spezialisten und Wissenschaftler gegenseitig kennen und setzten erste Themenschwerpunkte für die Zusammenarbeit.
Aus diesem Input entstanden thematische Cluster, die die weitere Diskussion der Initiative strukturieren werden:
- Internet Governance und Regulation

- Organisationsformen und Durchsetzung
- Grund- und Bürgerrechte
- Digitale Öffentlichkeit
Momentan arbeiten die Experten online. Am 17. Februar werden die Zwischenergebnisse erneut in einem gemeinsamen Workshop der Untergruppen diskutiert.
Alle Termine des Co:llaboratory finden Sie auch in unserem öffentlichen Kalender.
Co:llaboratory kicks off 5th Initiative "Human Rights and the Internet"
On the 16th of January, 30 experts, ranging from Human Rights activists to data security specialists, gathered at the Heinrich Böll Stiftung in Berlin to start the Co:llaboratory’s 5th Initiative on “Human Rights and the Internet”.
In their first offline meeting, the participants from academia, the private sector and civil society got to know each other by Pecha Kucha introductions and developed a common understanding of the topic. The inputs were clustered into thematic blocs and set the stage for four core working groups:
- Internet Governance and Regulation

- Organizational Forms and Implementation
- Basic and Civil Rights
- Digital Public Sphere
If you want to keep track of the Co:llaboratory events, here is our public calendar.
Freitag, 6. Januar 2012
Tag der offenen Ohus am 13.01.
Das Co:llaboratory arbeitet nicht nur in Initiativen, sondern auch in Ohus. Sieben dieser langfristigen Arbeitsgruppen gibt es inzwischen. (So arbeiten die Co:llaboratory Ohus.) Was aber steckt hinter der Ohu „Digitale Integration“? Und womit beschäftigen sich die Mitglieder der Gruppe „Kulturelles Erbe“?
Am Freitag den 13.01.2012 stellen die Co:llaboratory Ohus sich selbst und ihre Arbeit auf dem ersten Tag der offenen Ohus vor. Expertinnen und Experten geben Einblicke in Ihre Projekte und freuen sich auf neuen Input aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Wir möchten deshalb alle Interessierten einladen, uns ab 10:00 im betahaus in der Prinzessinenstraße 19 zu besuchen. (Zur Anmeldung.)
Vorläufiger Zeitplan
- 10:30: Einleitung & Kurzvorstellung der Ohus
- 11:00: 1. Teil Ohu-Workshops
- 12:30: Lunch im betahaus
- 14:15: 2. Teil Ohu-Workshops
- 16:30: Feedback & Abschluss
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.
Freitag, 30. Dezember 2011
Bis bald in 2012
das Co:llaboratory blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem wir zwei Initiativen abgeschlossen, zwei Ausgaben unserer Discussion Paper Series veröffentlicht, und sieben langfristige Ohus etabliert haben. Mehrere erfolgreiche Veranstaltungen liegen hinter uns, spannende Diskussionen und viel aufreibende Arbeit an netzpolitischen Themen. Wir möchten uns für euer Engagement und Interesse dieses Jahr bedanken. Das Co:llaboratory lebt von euren Ideen und eurem Einsatz.
Wir haben uns dieses Jahr thematisch verbreitert, und hoffen uns 2012 in diesen Themenfeldern verfestigen zu können. Oben auf unserer Agenda stehen Qualitätsverbesserungen, die Optimierung und Professionalisierung von Arbeitsprozessen, und eine noch engere Zusammenarbeit mit alten und neuen Partnern. Außerdem wird unsere nächste Initiative „Menschenrechten und Internet“ eine internationale Komponente tragen und uns nach den Debatten um Urheberrecht und Privacy wieder ein Stück weg von tagespolitischen Geschehnissen bringen. Wir hoffen auf eine sehr konstruktive Diskussion und herausragende Ergebnisse.Wir wünschen einen großartigen und vor allem gesunden Start ins neue Jahr 2012 und hoffen, euch nächstes Jahr auf einem unserer Workshops oder einem Jour Fixe begrüßen zu können.
Freitag, 23. Dezember 2011
Das Netz wie wir es kennen
Samstag, 17. Dezember 2011
Ohu Urheberrecht beschäftigt sich mit der Unternutzung öffentlich finanzierter Werke
Am meisten präsent ist wohl das Thema des “Depublizierens”, also der durch Medienstaatsverträge verfügten Entfernung von Sendungen und Filmen aus dem Internetangebot der öffentlich-rechtlichen Sender. Obwohl diese Sendungen durch Gebührenzahlungen der Bürger finanziert sind, stehen sie nicht für die Nutzung und Weiterverwendung zur Verfügung.
Die Unternutzung dieser Güter hängt auch eng mit den verwaisten Werken zusammen. Dies sind ebenfalls Filme, aber auch Bücher, bei denen die Schutzfristen verhindern, dass diese in der Public Domain verfügbar sind, bei denen sich aber der Urheber nicht mehr feststellen lassen kann. Auch hier schlummern viele Schätze, die schon einmal öffentlich finanziert wurden, und die nicht der Nutzung zur Verfügung stehen.
Ein dritter Aspekt ist aber die Bereitstellung von öffentlich-finanziertem Bild- und Tonmaterial - auch hier ist aufgrund von Konflikten mit anderen Urhebern bisher es noch nicht gelungen, ein sinnvolles System zu finden, dass es erlaubt, öffentlich-finanziertes Bild- und Tonmaterial anderen Medienhäusern und Unternehmen als Rohmaterial zum Beispiel unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung zu stellen.
Die Ohu Urheberrecht wird im 1. Quartal 2012 ein Fachgespräch zum Thema "(Unter-) Nutzung öffentlich finanzierter Werke" durchführen. Hier sollen unsere Diskussionen der letzten Treffen einem Check unterzogen und entsprechend weiterentwickelt werden. Im Vorfeld wird es ein Thesenpapier geben, dass die Problematik aufzeigt. Das Thesenpapier wird bei der Ohu-Konferenz am 13. Januar 2012 innerhalb der Ohu diskutiert.
Nächster Sitzungstermin der Ohu Urheberrecht wird am 13. Januar 2012 im Betahaus (Berlin) sein. Wer Interesse hat daran teilzunehmen, kann sich gerne hier informieren und anmelden. Nähere Informationen zum Treffen und dem geplanten Programm schicken wir dann per E-Mail.
Wir wünschen ein schönes Weihnachtsfest und entspannte freie Tage!
Karsten Wenzlaff & Philipp Otto
Koordinatoren der Ohu Urheberrecht
Montag, 12. Dezember 2011
Menschenrechte und Internet: Zugang, Freiheit, Kontrolle - Neue Initiative des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory
Über das Internet & Gesellschaft Co:llaboratory
Ansprechpartner Co:llaboratory
Isabel Gahren, Projektmanagerin der 5. Initiative
Email: isabel@collaboratory.de