Engagiert im CoLab – 5 Fragen an Georg Rehm

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Georg Rehm

Das CoLab ist eine offene ExpertInnen- und Interventionsplattform, in dem die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven betrachtet und mit möglichst vielen Stakeholdern diskutiert werden sollen – interdisziplinär und praxisbezogen. Doch wie funktioniert das? Heute fragen wir Georg Rehm – Experte der 6. und 8. Intitiative.

Hallo Georg, du warst schon in zwei Initiativen des CoLab aktiv. Welche waren das?

Aktiv war ich in der 6. Initiative „Innovation im digitalen Ökosystem„, und in der 8. Initiative, in der wir uns mit dem Thema „Nachhaltigkeit in der digitalen Welt“ beschäftigt haben.

Was genau hast du innerhalb der Initiative gemacht?

Beide Initiativen boten auf Grund ihrer thematischen Breite zahlreiche interessante Aspekte und Facetten. In der 6. Initiative habe ich genauer untersucht, ob sich digitale Innovationen von analogen Innovationen differenzieren lassen und ob somit digitale Innovationen einer speziellen Förderung bedürfen; ob also spezielle Förderprogramme aufgesetzt oder Unterstützungsinstrumente etabliert werden sollten, um für ein möglichst innovatives Klima im Digitalbereich zu sorgen. Mein Beitrag zur 8. Initiative griff ebenfalls dieses Thema auf und skizzierte eine Strategie zur Förderung der digitalen Langzeitarchivierung. In diesem Zusammenhang ist wegen der hohen Investitionskosten für eine entsprechende digitale Infrastruktur insbesondere die Europäische Kommission gefragt, im Rahmen ihrer Forschungsförderungsprogramme Impulse zu setzen und für internationale Synergien zu sorgen.

Wie empfandest du das Konzept des Multi-Stakeholder-Dialogs?

Ohne den Multistakeholder-Ansatz ist die konstruktive Diskussion gesellschaftlich bedeutender Digitalthemen schlicht und ergreifend nicht möglich, weil diese Themen letztlich zahlreiche Aspekte unseres Alltags betreffen: Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung, um nur einige zu nennen. Bei der Nachhaltigkeit in der digitalen Welt ist es z.B. notwendig, die Sichtweise, das Mandat und die technischen Ansätze der Bibliotheken zu diskutieren und u.a. zu vergleichen mit der aktuellen europäischen Lage, etwa hinsichtlich großer Verbundprojekte wie Europeana, und auch Ergebnisse aus der Wissenschaft, z.B. zur Standardisierung von Metadatenschemata hinzuzuziehen. Eine Diskussion dieser Ansätze sowie ihrer Vor- und Nachteile durch alle beteiligten Interessensgruppen ist notwendig, um für Ausgewogenheit zu sorgen und im besten Fall auch einen Konsens für innerhalb der Initiative formulierte Handlungsempfehlungen zu finden.

Was nimmst du von deinem Engagement im CoLab mit?

Zahlreiche gute Ideen, alternative Ansätze und frische Perspektiven, die im typischen Forschungsalltag aus Zeitgründen in der Regel weder im Detail gesammelt noch allumfassend berücksichtigt werden können. Es hat sowohl den Diskussionen innerhalb der Sitzungen der Initiativen als auch den Beiträgen in den Abschlussberichten sehr gut getan, möglichst alle relevanten Interessensgruppen gleichermaßen zu berücksichtigen. Nicht zuletzt haben sich durch die Mitarbeit in den Initiativen viele neue Kontakte, Projektideen, neue Bekannt- und auch einige Freundschaften ergeben.

Würdest du dich wieder engagieren, vielleicht auch zu anderen Themen?

Ohne zu zögern! Neben meiner Forschungs- und Projektarbeit im Bereich Sprachtechnologie des DFKI bin ich im World Wide Web Consortium aktiv, das zentrale Standards und Protokolle des Internets spezifiziert. In diesem Zusammenhang interessieren mich insbesondere Themen rund um Big Data, Sicherheitsfragen, digitale Kommunikation und mobile Technologien. Ich freue mich darauf, mich bei zukünftigen Initiativen in Bezug auf diese Themengebiete wieder aktiv in das CoLab einzubringen.

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Janina Gera

Janina Gera

Publishing & Outreach, Collaboratory e.V.

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