Engagiert im CoLab – 5 Fragen an Thomas Praus

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Thomas Praus (Bild: André Krüger @bosch)

Thomas Praus (Bild: André Krüger @bosch)

Das CoLab ist eine offene ExpertInnen- und Interventionsplattform, in dem die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven betrachtet und mit möglichst vielen Stakeholdern diskutiert werden sollen – interdisziplinär und praxisbezogen. Doch wie funktioniert das? Heute fragen wir Thomas Praus – Experte der 1. und 3. Initiative.

In welcher Initiative des CoLab hast du dich engagiert?

Ich war bei den der ersten und dritten Initiative dabei, zu Innovationskultur und Urheberrecht.

Was genau hast du innerhalb der Initiative gemacht?

Bei der ersten Initiative habe ich intensiv an der Entwicklung der Umfrage und ihrer Auswertung gearbeitet sowie Arbeitsgruppen bei der Präsentation der Ergebnisse moderiert. Bei der zweiten Initiative habe ich in einer Art Rollenspiel und Szenarioentwicklung den Blick der produzierenden Kreativen eingenommen und versucht, Auswirkungen von Urheberrechts-Regelungen auf ihre ganz konkrete Situation zu prüfen und Argumente zu entwickeln.

Wie empfandest du das Konzept des Multi-Stakeholder-Dialogs?

Es ist ein sehr spannender und komplexer Ansatz, der es ermöglicht, möglichst viele, auch divergierende Positionen zu erfassen. Es entsteht ein breites Meinungsbild, das von der Vielfalt lebt ohne beliebig zu sein. Für Außenstehende ist das natürlich eine Herausforderung. Man muss sich nicht nur mit dem Thema, sondern auch mit der jeweiligen Situation der entsprechenden Stakeholder auseinander setzen. Den größten Erkenntnisgewinn haben sicher die direkten Teilnehmer.

Was nimmst du von deinem Engagement im CoLab mit?

Der Austausch zwischen den Experten ist sehr inspirierend. Die Ansätze der Initiativen sind bewusst sehr breit gewählt und haben eine langfristige Perspektive. Dadurch hat man zum einen die Möglichkeit, sehr tief in Einzelbereiche einzutauchen ohne gleichzeitig den Blick für das „große Ganze“ zu verlieren. Die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zum Entwickeln eines Abschlussberichts, zum Beispiel die die Thesenpaar-Diskussion oder die Szenario-Entwicklung kann ich als Nicht-Wissenschaftler auch in meiner Arbeit zur Ideen- und Strategieentwicklung nutzen.

Würdest du dich wieder engagieren, vielleicht auch zu anderen Themen?

Unter Umständen schon. Die Arbeit in einer Initiative ist recht zeitaufwändig, und das muss sie auch sein. Darüber sollte man sich klar sein, wenn man sich engagieren möchte. Selten habe ich aber in so kurzer Zeit so viel zu komplexen Themen wie die oben genannten gelernt. Gelohnt hat es sich also auf jeden Fall.

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Janina Gera

Janina Gera

Publishing & Outreach, Collaboratory e.V.

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