Wie sich der multi-stakeholder Ansatz im Berliner Appell niederschlägt

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Eine Woche bevor die 8. Initiative “Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt” am 25. September ihren Abschlussbericht veröffentlicht (Anmeldung) wurde an diesem Montag zu einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Berliner Appells geladen. Der Berliner Appell ist eins der Ergebnisse der Collaboratory Initiative und fordert ein Maßnahmenpaket zur Sicherung des digitalen Kulturerbes. In Zusammenarbeit mit nestor, iRights.Lab Kultur und dem Institut für Museumsforschung haben sich seit März diesen Jahres ExpertInnen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung mit den Herausforderungen der Erhaltung des digitalen Kulturellen Erbes beschäftigt.

Der Appell richtet sich an alle politischen Entscheidungsträger und kann sowohl von Einzelpersonen als auch von Organisationen unterzeichnet werden. Im Berliner Appell wird darauf hingewiesen, dass dringender Handlungsbedarf zur dauerhaften Archivierung digitaler Inhalte besteht um der Gefahr des Verlustes dieser fragilen Inhalte entgegen zu wirken.

Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und die öffentliche Hand sind gleichermaßen auf die Erhaltung des digitalen kulturellen Erbes angewiesen und müssen sich ihrer Rolle bei der Erfüllung dieser Aufgabe bewusst werden. So wird beispielsweise eine breite gesellschaftliche Diskussion zu den Auswahlkriterien für die digitale Langzeitarchivierung gefordert und deutlich gemacht, dass die Kulturarchivierung im Digitalen kein Nischenproblem ist da sie das Demokratie- und Transparenzversprechen des digitalen Kulturerbes stärkt.

 Bild: Tom Raftery. CC-BY-SA

Die Rolle der Wissenschaft und der technischen Community ist es hierbei standardisierte technischen Rahmenbedingungen zu schaffen und das Thema digitale Langzeitarchivierung mit gezielten Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkten zu fördern. Hierbei wird auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen weil die Vereinfachte digitale Recherchierbarkeit und Verfügbarkeit des digitalen Erbes nur mit verlässlichen Finanzierungsmodellen aufrecht erhalten werden können. Der daraus resultierende Nutzen für Bildung und Forschung ist die Grundlage zur Entfaltung des innovativen Potentials des kulturellen Erbes. Die öffentlichen Institutionen spielen unter anderem eine Wichtige Rolle bei der Organisation und Koordination der digitalen kulturellen Erbes auf nationaler und europäischer Ebene. Außerdem muss hier dass Bewusstsein gestärkt werden, dass für die digitale Langzeitarchivierung eine dauerhafte öffentliche Verantwortung besteht.

Am Beispiel des Berliner Appells wird deutlich wie wichtig der multi-stakeholder Ansatz des Collaboratory ist. Dabei bringt das Collaboratoy ExpertInnen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen um an Lösungen von Herausforderungen arbeiten die die zunehmende Digitalisierung mit sich bringt und die sich auf die gesamte Gesellschaft auswirken. Dass dieser Ansatz Zuspruch findet, zeigt sich beispielsweise an der sehr heterogenen Zusammensetzung der Unterstützerliste des Berliner Appells. Unter anderem wurde dieser bereits von Wikimedia Deutschland, dem Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., der Deutschen Digitalen Bibliothek und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. unterzeichnet. Weil das Thema Nachhaltigkeit in der digitalen Welt alle angeht laden wir auch Dich herzlich zur Unterzeichnung des Appells ein.

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Sebastian Haselbeck

Sebastian Haselbeck

Sebastian ist Geschäftsführer des Collaboratory e.V.

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