Digitales Kulturerbe: Der Berliner Appell wird im Landtag von NRW gehört

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Seit September letzten Jahres gibt es den Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes, der aus der 8. Initiative „Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt“ hervorgegangen ist und in dem zahlreiche Experten deutlich machten, dass für dieses Ziel jetzt gehandelt werden muss. Dieser Appell, unter anderem vom Deutschen Museumsbund, dem Deutschen Bibliotheksverband, der Deutschen Digitalen Bibliothek, Wikimedia Deutschland und dem Langzeitarchivierungs-Netzwerk Nestor unterzeichnet, richtet sich an die politischen Entscheidungsträger.

Im Landtag von Nordrhein-Westfalen wurde der Appell gehört, als am 20. Februar ein Antrag der Piratenfraktion Nordrhein-Westfalens zum digitalen Kulturerbe beraten wurde. Dort wurde er an den Ausschuss für Kultur und Medien überwiesen. Und der Berliner Appell erhielt über Parteigrenzen hinweg viel Zustimmung, auch von der zuständigen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Auch widersprach niemand Thomas Sternberg, Landtagsabgeordnetem der CDU, als er feststellte: „dieser Berliner Appell ist vernünftig, er ist richtig (…) Der Appell ist aller Ehren wert.“

Von der Landtagssitzung gibt es eine Aufzeichnung (MP4, ab 8’32) und ein Protokoll.

Es war schon bei der Formulierung des Berliner Appells bemerkenswert, dass sich sehr unterschiedliche Experten und Kultureinrichtungen auf einen gemeinsamen Wortlaut einigen konnten. Die Parlamentsdebatte in NRW lässt zumindest hoffen, dass die Sache tatsächlich angegangen wird.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf iRights.info.


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Paul Klimpel

Paul Klimpel

Paul Klimpel war von 2006 bis 2011 Verwaltungsdirektor der Stiftung Deutsche Kinemathek. In dieser Funktion war er auch Geschäftsführer des Netzwerks Mediatheken und engagierte sich für eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen von Museen und Archiven, insbesondere des Urheberrechts. Seit 2007 organisierte er jährlich internationale Symposien über die organisatorischen, technischen und rechtlichen Veränderungen in Gedächtnisorganisationen infolge der Digitalisierung. Seit 2011 koordiniert er den Bereich kulturelles Erbe im Internet & Gesellschaft Collaboratory, seit 2012 arbeitet er als Rechtsanwalt und ist er Leiter des iRights Lab Kultur.

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