Engagiert im CoLab – 5 Fragen an Benjamin Titze

Weitersagen:Share on LinkedInTweet about this on TwitterShare on FacebookBuffer this pageShare on Google+

Benjamin Titze

Benjamin Titze

CoLab ist eine offene ExpertInnen- und Interventionsplattform, in dem die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven betrachtet und mit möglichst vielen Stakeholdern diskutiert werden sollen – interdisziplinär und praxisbezogen. Doch wie funktioniert das? Heute fragen wir Benjamin Titze – Experte der 5. Initiative.

In welcher Initiative des CoLab hast du dich engagiert?

Ich habe von Januar bis April 2012 an der 5. Initiative Menschenrechte und Internet – Zugang, Freiheit & Kontrolle mitgewirkt.

Was genau hast du innerhalb der Initiative gemacht?

In der Anfangsphase habe ich in die verschiedenen Teilgebiete des weitgesteckten Themas „Menschenrechte und Internet“ hineingeschnuppert und mich mit anderen Teilnehmer/innen ausgetauscht, was sehr interessant war. Im weiteren Verlauf habe ich mich gemeinsam mit vier anderen CoLab-Mitwirkenden vor allem mit der Frage befasst, wie Soziale Medien für oder leider auch gegen die Menschenrechte eingesetzt werden können, insbesondere bezüglich der Aspekte Information und Mobilisierung. Für den Abschlussbericht haben wir dazu einen Überblicksartikel verfasst und haben ein Interview mit der Autorin und ehemaligen CNN-Reporterin Rebecca MacKinnon geführt. Ich konnte außerdem dazu beitragen, für den Abschlussworkshop der Initiative in der Berliner Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung den Director of Digital Communications von Amnesty International (London), Owen Pringle, für einen Keynote-Vortrag zu gewinnen.

Wie empfandest du das Konzept des Multi-Stakeholder-Dialogs?

Der Multi-Stakeholder-Dialog ist eine gute Idee. In unserer heutigen Welt, die immer komplexer und verflochtener wird, erscheint mir solch ein Ansatz unverzichtbar.

Was nimmst du von deinem Engagement im CoLab mit?

Die vielen Gespräche und Diskussionen mit den anderen Teilnehmer/innen fand ich sehr anregend. Für mich war die Teilnahme eine ausgezeichnete Möglichkeit, interessante Akteure der „digitalen Community“ in Deutschland kennenzulernen, und zugleich ein Ansporn, innerhalb der NGO, in der ich mich seit langem engagiere – Amnesty International – den Themenkomplex „Menschenrechte und Internet“ voranzutreiben. Rückblickend frage ich mich, wie die Initiative verlaufen wäre, wenn die Enthüllungen von Edward Snowden zwei Jahre früher passiert wären. Seitdem erscheint einiges in anderem Licht. Hier zeigt sich die hohe Geschwindigkeit, mit der sich unsere (digitale) Welt verändert – sowohl zum Guten als auch zum Schlechten hin.

Würdest du dich wieder engagieren, vielleicht auch zu anderen Themen?

Prinzipiell ja, es kommt natürlich auf das Thema an und die zur Verfügung stehenden Zeitkapazitäten.

Weitersagen:Share on LinkedInTweet about this on TwitterShare on FacebookBuffer this pageShare on Google+
Janina Gera

Janina Gera

Publishing & Outreach, Collaboratory e.V.

Das könnte dir auch gefallen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.